Kundgebung: Baut Züge keine Waffen.

Einladung zur Kundgebung am Mittwoch, 5. Februar 2025
8:30 Uhr | Waggonbau Görlitz (Einfahrt zu Netto)

Der Kampf für den Frieden ist untrennbar mit dem Kampf gegen Oligarchie, Diktatur und Kapitalismus verbunden. Wer Kriege beenden will, braucht nicht mehr Waffen, sondern ein Ende von Machtansprüchen, Profitlogik und Ressourcenverschwendung.

Wir rufen alle Menschen dazu auf, den anreisenden Waffenherstellern, den politisch Verantwortlichen und der Öffentlichkeit klar zu machen: Wir wollen keine Rüstungsproduktion in Görlitz! Unser Waggonbau soll das tun, was er am besten kann – Züge bauen. Diese werden dringend gebraucht: für die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs, für die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene und für einen schnellen Binnenverkehr in Europa – ohne klimaschädliche Flugzeuge.

Die Regierungen in Dresden und Berlin haben versagt. Sie haben den Schienenfahrzeugbau sterben lassen, trotz vollmundiger Versprechen. Nun präsentieren sie eine vermeintliche Lösung – aber Waffenproduktion ist keine Lösung! Jede Waffe findet ihr Ziel, jedes produzierte Rüstungsgut trägt Verantwortung für seine Verwendung.

Wir stellen aber auch klar: Unser Nein zur Rüstungsproduktion bedeutet keineswegs Sympathie für Russland oder dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Unsere Solidarität gilt allen Menschen, die unter Kriegen leiden. Es gibt keinen gerechtfertigten Angriffskrieg – nirgendwo auf der Welt. Kriege lösen keine Probleme, sie schaffen neue. Waffen sind – neben denjenigen, die Befehle zum Töten geben – der Motor jedes Krieges. Die Rüstungsindustrie braucht den Krieg für ihre Gewinne, Machthaber für ihren Größenwahn – aber die Menschen brauchen ihn nicht. Deshalb: Stoppt die Waffenproduktion hier und heute! Baut Waggons, keine Tötungsmaschinen! Schafft Arbeitsplätze, ohne Menschen zu Mittätern zu machen.

Aus dieser Überzeugung heraus lehnen wir jede Zusammenarbeit mit Faschisten, Reichsbürgern, Verschwörungstheoretikern, Rassisten und Antisemiten ab. Wir verteidigen das Menschenrecht auf Asyl – denn viele fliehen zu uns, weil Waffen die hier produziert wurden, ihre Heimat zerstört haben. Wer militärische Forschung oder Bundeswehr-Werbung an Schulen befürwortet oder von einem „kriegstüchtigen Deutschland“ träumt, ist auf unserer Demonstration nicht willkommen.

Der Kampf für Frieden bleibt antifaschistisch, vielfältig und international!

Kommt zur Kundgebung gegen die Rüstungsproduktion in unserem Waggonbau, in unserer Stadt. Bringt bunte Fahnen mit, zeigt eure antifaschistische und demokratische Haltung – zeigt Gesicht gegen Konzerne und Faschismus!

 

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